Die Firmengeschichte 1881 - 1945

Der Standort Leipzig ist seit über 100 Jahren mit der Galvanotechnik verbunden. Am 1.12.1881 gründete Dr. Georg Langbein eine chemische Fabrik und Laboratorium für Galvanoplastik und Metallindustrie in Leipzig-Sellerhausen. Im Jahre 1907 kam es zum Zusammenschluss mit der von Wilhelm Pfanhauser sen. 1873 in Wien gegründeten Fachfirma für Galvanotechnik zur Langbein-Pfanhauser Werke AG (LPW). Aufgrund der umfassenden Verfahrenspalette zur Abscheidung aller gängigen Metalle mit einer sich stets verbesserten Anlagentechnik wuchs die LPW, mit Stammsitz in Leipzig, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zur größten Fachfirma für Galvanotechnik mit 2000 Mitarbeitern im Jahre 1940 an.

 

 

Text (adaptiert) und Bilder aus: (Zeitschrift) Galvanotechnik 93 (2002), Heft 1; S. 70 ff.

 

1945 -1990

Durch die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen politischen Veränderungen wurde das Leipziger Werk der LPW durch die sowjetische Militäradministration enteignet und als Wirtschaftsbetrieb unter sowjetischer Verwaltung (SAG – Sowjetische Aktiengesellschaft) weitergeführt. Im Jahre 1950 entstand schließlich auf dem LPW-Gelände in Leipzig der VEB Galvanotechnik Leipzig (GTL). Im Jahre 1969 beschloss die DDR-Regierung die Bildung leistungsstarker Kombinate, dem ein Stammbetrieb vorstehen soll. Im Jahre 1970 wurde GTL dem Ende 1969 gegründeten Kombinat VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke (LEW) „Hans Beimler“ Hennigsdorf zugeordnet.

Bis zum Jahre 1989 entwickelte sich GTL zu einer der führenden galvanotechnischen Fachfirmen in Europa. Zur Produktpalette zählten zur Vereinfachung des Produktionssortiment einheitliche Automatensysteme, z.B. der Trenntransportautomat (TAR), der Verbundtransportautomat (VAS) oder auch die Vollautomatische Trommelstraße (VTS).

Mit der politischen Wende 1989 und dem kurz darauf folgenden Zusammenbruchs des sowjetischen Wirtschaftsraumes kam es 1990 zum Konkurs des VEB GTL.

 

 

seit 1990

Noch im Jahre 1990 wurde als Nachfolger des VEB GTL die HLS GalvanoTechnik Leipzig GmbH gegründet, welche das alte Werksgelände verließ und in Leipzig-Lindenthal ihre neue Betriebsstätte errichtete. Dadurch wurden Voraussetzungen geschaffen, die Tradition der Galvanotechnik in Leipzig fortzusetzen. Die neue Zeit brachte auch neue Herausforderungen. Standardanlagen ( vor allem in den 70er und 80er Jahren zu Dutzenden verkauft) waren nicht mehr gefragt. Die neue Qualität von GalvanoTechnik Leipzig zeichnet sich durch Individualität, Flexibilität und Innovation aus. Fortan werden Produktgenerationen entwickelt, die heutigen und zukünftigen Anforderungen an die Technologie, die Umweltverträglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis gerecht werden. Bisheriger Höhepunkt ist die in den Jahren 2005/06 errichtete größte Trommelverzinkungsanlage Europas, welche eine Kapazität von 120 Tonnen/Tag erreicht.